Was bietet ein Journalismus Studium

Die folgenden Fernuniversitäten geben kostenlose Infobroschüren heraus, die Infos zum Journalismusstudium enthalten:

 

Ein Medienstudiengang ebnet nicht automatisch den Weg in eine Redaktion. Im Gegenteil. Viele Zeitungsmacher raten von einem solchen Studium eher ab. Ein Chefredakteur und mein ehemaliger Vorgesetzter, begründete warum: »Journalismus ist Handwerk. Auch wenn sich viele Medien-Studiengänge um Praxis bemühen – Schreiben lernt man am besten in einer Lokalredaktion und später auf einer Journalistenschule.

Als Journalist denkt man später ohnehin stets über Medien nach. Wer dann schon Medien studiert, beraubt sich einer anderen Sicht auf viele Dinge – Jura, Geschichte, Psychologie, Medizin, Biologie, gar Theologie oder Mathematik geben einem Einsichten, die man in einem Medienstudium nicht bekommen kann.« Anders hingegen beurteilt Hartung ein Journalistik-Studium. »Die Universitäten Dortmund, Leipzig und Eichstätt haben sich über die Jahre einen guten Ruf erarbeitet.«
Im Journalistik-Studium sind Theorie und Praxis meist sehr eng verzahnt. Auf der einen Seite geht es also um Fragen, die auch Kommunikations- und Medienwissenschaftler umtreiben: Was macht eine Nachricht zur Nachricht? Wie haben sich die Medien entwickelt? Wie wirken Medien? Auf der anderen Seite geht es um journalistische Kompetenzen.

Die Uni Dortmund integriert ein einjähriges Volontariat in ihr achtsemestriges Bachelor-Studium. Mit dem Studienende ist der Student demnach doppelt qualifiziert: er darf sich Bachelor of Arts und Redakteur im Sinne des Tarifvertrages nennen. Volontariate sind bekanntlich rar, daher sind die Studienplätze an der Uni Dortmund begehrt und der Numerus Clausus ist stets auf hohem Niveau (zwischen 1,2 und 1,4).

Gründsätzliches zum Journalismus Studium

Grundsätzlich gilt: Der Studieninteressierte muss das nötige Talent zum Journalisten mitbringen. Um das herauszufinden sollte er vor Studienbeginn in einer Redaktion ein Praktikum absolvieren oder aber als freier Mitarbeiter tätig sein. Das setzen zumindest viele Universitäten voraus. Demnach arbeiten Journalistik-Studenten später auch meist in Redaktionen – sei es Print, Hörfunk, Fernsehen oder Online. Typische Arbeitsfelder sind aber auch Öffentlichkeitsarbeit, Kulturvermittlung, Filmproduktion und Verlage.

Ein medien- und ein kommunikationswissenschaftliches Studium sind nur schwer voneinander abzugrenzen. Nicht umsonst wird behauptet, dass es sich bei allen Studiengängen, die sich mit Medien auseinandersetzen, um ein Fach handelt. Auch wenn unterschiedliche Fachbezeichnungen kursieren und sie unterschiedlich organisiert sind. Deswegen strebt die wissenschaftliche Fachgesellschaft auch eine einheitliche Bezeichnung an.
Medienwissenschaftliche Studiengänge sind meist praxisbezogen sowie eng mit Nachbardisziplinen verknüpft. Mit dem MA-Studiengang »Interdisziplinäre Medienwissenschaft« beispielsweise verzahnt die Universität Bielefeld vier verschiedene Bereiche: die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft (Text- und Medienproduktion, Texttechnologie, Medienkultur, …), die Fakultät für Pädagogik (Medienpädagogik, Neue Medien und Lernen,…), die Fakultät für Soziologie (Kommunikation und Medien, Medien und Gesellschaft,…) und die Technische Fakultät (Mediengestaltung, Bildverarbeitung, …).
Medienwissenschaftler verdienen ihr Geld meist in ähnlichen Berufen wie Kommunikationswissenschaftler. Darüber hinaus nehmen sie auch planerisch-konzeptionelle Funktionen in Medienunternehmen oder Verlagen ein und arbeiten beispielsweise als Programmplaner.

Journalismus Praxis

Im Journalistik-Studium geht es um journalistische Praxis. Publizistik und Kommunikationswissenschaft hingegen ist wesentlich theoretischer. Ein Studienanfänger mit dem Berufsziel Journalist sollte sich dessen bewusst sein. »Wer das Studium beginnen will, sollte auch nicht nur vom Glamour der Medienwelt beeindruckt sein«, betont Christoph Neuberger, Professor und geschäftsführender Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. »’Was mit Medien’ wollen später viele im Beruf machen. Ein Berufsziel im Bereich des Journalismus, der Public Relations oder der Werbung kann man über mehrere Wege erreichen. Hier wird keine Abkürzung angeboten, sondern eine nachhaltige Vorbereitung, von der man sein ganzes Berufsleben profitiert. Dafür muss man auch bereit sein, sich mehrere Semester mit abstrakten Theorien, Methoden und Statistik auseinanderzusetzen. Werbung: Dieser Artikel wurde von der SEO Firma promoted. Nicht zu kurz kommt hier auch die Praxis – aber sie steht nicht an erster Stelle.« Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass immer weniger Absolventen später in den Bereichen Presse und Rundfunk arbeiten. Häufiger finden sie ihre Jobs in der Öffentlichkeitsarbeit, der Werbung, der Online-Kommunikation sowie der Markt- und Meinungsforschung.

Kommunikationswissenschaften und Journalismus Studium

Während des Studiums beschäftigen sich Kommunikationswissenschaftler weniger mit direkter, so genannter Face-to-Face-Kommunikation, sondern mit Kommunikation, die durch Massenmedien vermittelt wird. Das Studium gliedert sich dabei in verschiedene Bereiche, den allgemeinen Teil durchlaufen meist alle Studenten – in unterschiedlicher Intensität. Das heißt: Theoretische Grundlagen, Kommunikationsgeschichte, Mediensysteme und Medienorganisation, Medienwirkung und Rezeption sowie Methoden der Kommunikationsforschung. Spezialisieren können sich Studenten – je nach Angebot und Forschungsschwerpunkt – auf die Bereiche Medientheorie, Journalismus, PR/Öffentlichkeitsarbeit und Werbung.
Der Wandel der Medien habe sich in den letzten Jahren beschleunigt, erklärt Neuberger. »Das konnte und kann jeder in seinem Alltag beobachten. Für Kommunikationsberufe heißt dies: Es genügt nicht mehr, einige althergebrachte Handwerksregeln zu lernen, wie es im Volontariat oder in anderen reinen Praxisausbildungen geschieht. Innovatives Handeln erfordert mehr: Wer in der gegenwärtigen Medienwelt bestehen will, muss in der Lage sein, noch unerschlossene Optionen und drohende Risiken neuer Medien zu reflektieren. Darauf sind Kommunikationswissenschaftler vorbereitet.«

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